Alaunkristallisation

Für die Kristallbildung bedient man sich einer gesättigten Lösung von pulverisiertem Alaun. Man schüttet hierfür unter ständigem Umrühren so viel von dem Pulver in kochendes Wasser, wie sich restlos darin auflösen lässt. Der Gegenstand, den man mit Kristallen überziehen will, wird aus Draht geformt: eine Krone, ein Körbchen, Stern oder dergleichen.


Die Drähte umwickelt man mit roter Wolle, letztere gewährleistet eine festere Verbindung der Mineralteile mit dem Modell, als wenn sich die Kristalle an dem glatten Draht ansetzen; die rote Farbe der Wolle schimmert später durch die Kristalle hindurch und gibt ihnen einen warmen Ton.

Auch Holzmodelle sind für den Kristallansatz geeignet. Ein solches wurde für das hier abgebildete Kreuz benutzt. Es ist aus dünnem Stäbchen konstruiert und mit einem feinen Drahtstift auf dem Fuß aus zwei gekreuzten, liegenden Hölzchen befestigt.
Das Modell wird an einem Faden freischwebend in die Alaunlösung gehängt, die Kristallausbildung beginnt mit dem Erkalten des Wassers und ist in wenigen Stunden beendet; währenddessen darf der Behälter keinerlei Erschütterung erleiden, eine solche würde die Formation ungünstig beeinflussen.
Das Kreuz steht auf einer Glasscheibe, der Holzfuß ist mit einer Schicht in kochendem Wasser breiig gemachten Alauns übergossen, die wie eine Schneedecke glitzert.
Mit Alaunkristallen besetzte Gegenstände funkeln beim Kerzenlicht, als entstammten sie dem Juwelierladen, sie gewähren einen prächtigen Anblick.
Sollte die ersten Versuche bei der Herstellung nicht zu schönen Ergebnissen führen, so übergieße man die Kristalle mit kochendem Wasser, sie lösen sich in diesem ebenso auf, wie zuvor das Pulver. Die Lösung ist mit neuem Zusatz von Alaun wieder zu verwenden.
 



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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. Unter Umständen ist hier von Chemikalien die Rede, bei denen sich herausgestellt hat, dass sie giftig sind. Daher muss du dich auf jeden Fall erst kundig machen, was es mit den einzelnen Chemikalien auf sich hat und welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, bevor du sie anwendest!
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