Angelspiel

Viele unserer kleinen Bastler haben schon ein Angelspiel gesehen oder gar einmal ihr eigen nennen dürfen. In der Regel besteht es aus allerlei Tierchen, die in und auf dem Wasser leben, und einigen Angeln. Die kleinen Tiere sind meist aus Zelluloid und deshalb teuer. Wir können aber auf einfach Weise Ersatz dafür herstellen.

Wir nehmen starkes Papier (dünnen Heftumschlag), am besten weißes oder hellfarbiges, schneiden daraus Tiere (Fische, Enten u.a. Figuren), die dann mit Ölfarben bemalt werden. Sind sie gut trocken, so werden an den entsprechenden Stellen mit Nadeln kleine Löcher eingestochen, in die man Ringe aus feinem Blumendraht einzieht. Der Draht muss sehr leicht sein, damit er für das Schwimmen der Tiere nicht zu schwer wird.

Unsere kleinen Tiere müssen jetzt nämlich noch schwimmen lernen. Dazu schneiden wir mit der Schere einen Schnitt auf der mit (- - -) bezeichneten Linie und biegen den einen Lappen nach links, den anderen nach rechts.

 

 

Unsere Enten schwimmen dann auf die die Fische unter dem Wasser. (Ausprobieren, wie groß die Lappen sein müssen; auf Gleichgewichtslage achten!)

 



Unsere Tiere sind fertig.

 

 

 

Wir brauchen nun noch die Angeln. Wir nehmen 30-40 cm lange und 1/2-1 cm dicke Holzstäbchen, die wir mit Feile und Schmirgelpapier schön rund machen. An der Spitze machen wir sie etwas dünner. Je länger die Stäbchen sind, desto unterhaltender wird das Spiel. Mit einem feinen Stiftchen nageln wir an das vordere Ende dieser Stäbchen einen dünnen Bindfaden, der etwa 10 cm kürzer als das Stäbchen sein soll. Ans untere Ende des Fadens knüpfen wir einen Blumendraht, den wir, wie es die Zeichnung zeigt, zur Form einer Haarnadel gebogen haben. Oben lassen wir ungefähr 1-1 1/2 cm frei, schlingen den Draht um den Bindfaden und biegen das vordere Ende zu einem Haken. Die Angeln sind fertig. Man stelle etwa auf je fünf Tiere eine Angel her.

 



Man kann die Angelstiele entweder ganz mit je einer anderen Farbe oder mit 1, 2, 3, 4 Ringen usw. von derselben Farbe versehen. In einem Wasserbecken lassen wir jetzt unsere Tiere schwimmen und fischen sie mit unseren Angeln auf, was sehr viel Geschicklichkeit erfordert, namentlich, wenn die Angeln recht lang sind.

Und jetzt kann das Wettangeln losgehen, das sich noch durch allerlei Spielregeln mit Preisen und Strafen so unterhaltsam ausgestalten läßt, dass selbst die Erwachsenen ihre Freude haben.

 



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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. Unter Umständen ist hier von Chemikalien die Rede, bei denen sich herausgestellt hat, dass sie giftig sind. Daher muss du dich auf jeden Fall erst kundig machen, was es mit den einzelnen Chemikalien auf sich hat und welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, bevor du sie anwendest!
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