Kinderspielzeug aus Konservenbüchsen

Eine kleine Wasserstationsanlage für Kindereisenbahnen lässt sich aus einer Konservenbüchse von 6,5 cm Durchmesser und 6 cm Höhe, einer Blechröhre von 1,3 cm Durchmesser und 14,5 cm Länge, drei Blechbüchsendeckeln von 3,5 cm Durchmesser und 0,5 cm Bordhöhe, die eine Messing-und Glasröhrchen von 0,5 cm Durchmesser und 3 cm Länge, einigen Drahtstücken (Haarnadeln) und Laubsägeholzabfällen, endlich einem Stück Gummischlauch von 0,6 cm Durchmesser und 12 cm Länge ausführen.

Die fertige Wasserstationsanlage


Von der Blechröhre ist ein 3,5 cm langes Stück abzuschneiden, sodann auf den längeren Röhrenteil unten und oben, auf den kurzen nur oben je einer der kleinen Blechdeckel, mit der hohe Seite nach auswärts gewendet, zentral anzulöten. Bei den kurzen Blechröhrchen ist der Deckelboden, der Weite des Röhrchen entsprechen, so auszunehmen, dass hierdurch das Wasserablaufrohr mit der Muschel entsteht. Das längere Blechrohr mit den beiden Deckeln bildet die Tragsäule des Wasserbehälters, die einerseits an diesem Boden zentrisch anzulöten, andererseits auf einem Grundbrettchen von etwa 9 x 9 cm aufzumontieren ist. Die Vorrichtung zum Ablassen des Wassers aus dem Behälter besteht aus dem kleinen, mit zwei seitlichen Öffnungen versehenen Messingsröhrchen, dem dazu passenden kurzen Holzkolben mit Führungsstange aus Draht, der Schere mit dem Hebel und der Zugstange aus Draht und ist nach Abbildung 2 auszuführen. Der mit Garn umwickelt Holzkolben muss in dem Messingsröhrchen begrenzt so verschiebbar sein, dass er die gegenüberliegenden Ausflussöffnungen abdichtet oder freigibt. Dieses Röhrchen ist in der etwa 0,5 cm weiten Bodenöffnung des Wasserbehälters (der Konservenbüchsen) senkrecht derart einzulöten, dass die für den Kolben bestimmter Hälfte nach innen, die andere nach außen gelangt. An das äußere Ende dieses Röhrchen wird das Schlauchstück mit dem kleinen Glasröhrchen angebracht, das zur Einleitung des erforderlichen Wasserquantums in den Wasserkasten des Tenders dient.
Der Wasserstandanzeiger, aus einer kleinen Rolle in Schere, einem Schwimmkörper (beschwerten Korkstück), einem Fadenstück und dem Zeiger hergestellt, wird neben der Skala angebracht, die dem Kubikinhalt des Wasserbehälters entspricht, der bei dem nicht ganz angefüllten, beschriebenen Modell rund 150 cm³ beträgt (J = r² Pi x h). Dieser Wasserstandanzeiger lässt durch einen Wasserstandglas ersetzen, das aus einem rechtwinklig abgebogenen Glasröhrchen von 0,4 cm Durchmesser und 6 cm Länge leichter hergestellt werden kann (Abbildung 2a, b.). Die aus Weißblech(Laubsägeholz-) Abfällen gefertigte Leiter hat eine Länge von 17 cm, eine Breite von 2,3 cm und acht Sprossen in Abständen von 2 cm. Sie wird an der Außenseite des Wasserbehälters neben der Zugvorrichtung und das Wasserablaufrohr mit der Muschel vor der Tragsäule am Grundbrettchen fest angebracht.

Die Einzelteile des Wasserstandanzeigers

Die Tragsäule des Wasserbehälters kann auch aus einer in zwei gleiche Teile zerschnittenen Garnrolle von 4,5 cm Höhe und 3,3 cm Scheibendurchmesser und einem Rundholzstab von 12 cm Länge und 1 cm Durchmesser, das Ablaufrohr samt Muschel aus einer Garnrolle von 4,5 cm Höhe und 3,3 cm Scheibendurchmesser, von der eine Scheibe glatt abgesägt wurde, hergestellt werden.
Die fertige, einer gebräuchlichen englischen Type nachgebildete Wasserstationsanlage ist schließlich noch mit einer passenden Emaillackfarbe zu überziehen und zur Verwendung zwischen zwei Geleisen der Kleinbahnanlage so aufzustellen, dass aus beiden Richtungen in die Station einfahrende Züge ihre Tenderwasservorräte ergänzen können, wozu sich der Wasserschlauch nach beiden Seiten hinüberführen lässt.


 



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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. Unter Umständen ist hier von Chemikalien die Rede, bei denen sich herausgestellt hat, dass sie giftig sind. Daher muss du dich auf jeden Fall erst kundig machen, was es mit den einzelnen Chemikalien auf sich hat und welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, bevor du sie anwendest!
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