Thermosflaschen

Die Thermosgefäße dienen zum Warmhalten vorher erhitzter Flüssigkeiten. Ihre Wirkung beruht auf allmählicher Abgabe der beim Kochen aufgenommenen Schmelzwärme von Kristallen, mit denen die Hohlräume doppelwandiger Gefäße ausgefüllt sind. Alle schmelzbaren Körper werden bei bestimmter Temperatur flüssig.

Beim Schmelzen wird Wärme gebunden, die beim Erstarren der geschmolzenen Körper wieder zum Vorscheinen kommt.
Zur Herstellung benötigt man zwei reine Blechbüchsen samt Deckeln, von denen die höhere mit kleinerem Durchmesser sich auf dem Boden der etwas niedrigeren mit größerem Durchmesser so einlöten lassen muss, dass die beiden Mäntel der Blechbüchsen etwa 2 cm voneinander abstehen und einen Hohlraum einschließen, der bis zu vier fünftel seines Inhaltes mit kristallwasserhaltigem essigsaurem Natron (Natriumazetat, NAC2H3O2 + 3 aq (H2O)) auszufüllen ist.

Die innere, mit einem dicht schließenden Deckel versehene Büchse dient zur Aufnahme der warm zu haltenden Flüssigkeiten.
In den Deckel der niedrigeren Blechbüchse ist eine Öffnung vom Durchmesser des inneren (höheren) Blechgefäßes auszuschneiden und dieser Deckel, nach Füllung des Hohlraumes mit dem Natriumazetat, auf die äußere Büchse (über die innere) aufzusetzen und an diese, sowie an den Mantel der inneren Büchse dicht anzulöten.

Um das Thermosgefäß zu erhitzen und das essigsaure Natron zum Schmelzen zu bringen, wird es im Wasser bis zum Sieden erhitzt und so lange (etwa 19 Minuten) darinnen belassen, bis die Kristalle geschmolzen sind, was man beim Schütteln des Gefäßes durch das Gehör, feststellen kann, wenn das Geräusch der sich reibenden Kristalle aufhört. Überhitzung ist dabei zu vermeiden, weil durch diese das Thermosgefäß unwirksam werden kann.

Die Füllung (Natriumazetat) hält, selbst bei täglicher, aber richtiger Benützung der Gefäße, viele Jahre und braucht nicht erneuert zu werden.

Auf gleiche Weise lassen sich Gefäße zum Vorwärmen von Betten in ungeheizten Schlafzimmern während des Winters oder solche für länger andauernde warme Umschläge bei Erkrankungen, aus Steinkrügen von Mineralwässern, anfertigen.

Thermosgefäße, die mit Flüssigkeiten auf größere Entfernung getragen oder zu Umschlägen verwendet werden sollen, sind nach dem Erhitzen noch in schlechte Wärmeleiter (Tücher) einzuhüllen.


 



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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. Unter Umständen ist hier von Chemikalien die Rede, bei denen sich herausgestellt hat, dass sie giftig sind. Daher muss du dich auf jeden Fall erst kundig machen, was es mit den einzelnen Chemikalien auf sich hat und welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, bevor du sie anwendest!
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