Springbrunnen

Stehen zwei Gefäße (Abb. a) durch einen Kanal oder sonst wie in Verbindung miteinander (kommunizierende Gefäße) und enthalten sie nur eine Flüssigkeit, so ist die Höhe der Flüssigkeitssäulen in beiden Gefäßen gleich (h1=h2). Daraus folgt, dass der Wasserstrahl eines Springbrunnens bist zur Wasseroberfläche des höher stehenden Wasserbehälters emporsteigen sollte; er tut dies aber infolge des Luftwiderstandes und der Reibung in der Rohrleitung nicht und erreicht nur eine weit geringere Höhe, die indessen umso größer wird, je enger seine Ausflussöffnung ist.

Hat man eine Hochquellen-(Druck-)wasserleitung im Wohnhause zur Verfügung, dann lässt sich durch eine einfach, teils ober-, teils unterirdisch geführte Schlauch- und Rohrverbindung derselben mit dem Ausfluss-(Steig)röhrchen des Brunnenbeckens ein zwar ganz schöner und so lange als erwünscht tätiger, aber auch kostspieliger Springbrunnen herstellen. Wollen wir daher unnötige Ausgaben ersparen, so richten wir uns eine Druckwasserleitung selbst ein, indem wir am Dachboden des einstöckigen Wohnhauses, eines Kleintierstalles, Schuppens, Gartenhäuschens oder auch auf einem eigens hierfür errichteten Gestell aus Holz ein größeres Gefäß zum Sammeln von Regenwasser oder zur periodischen Füllung mit Brunnenwasser aufstellen (Abb. b). Die Füllung kann durch Saug- und Druckpumpen für Hand- oder Windmotorbetrieb bewerkstelligt werden.

Ohne Wasserleitung lässt sich ein Springbrunnen von mäßiger Steighöhe nur durch eine im Wasserbecken selbst aufgestellte Zentrifugalpumpe herstellen, bei der ein von einem dosenartigen Gehäuse eingeschlossenes, schnell laufendes Schaufelrad (Wie bei Wasserturbinen) durch ein tangential angebrachtes Steigröhrchen das Wasser nach aufwärts hinausschleudert. Eine solche aus einer größeren runden Blechschachtel selbst leicht herstellbare Pumpe (Abb. c) erfordert aber zu ihrem Betriebe eine kleine Kraftmaschine und Dampfkraft oder elektrischen Strom.

Als Becken (Muschel) des Springbrunnens eignet sich jeder aus Blech oder Holz in der gewünschten Größe gehaltene kreisrunde oder elliptische Bottich mit nicht zu hoher Bordwand, der entweder ganz weiß oder außen grün und innen weiß angestrichen, auf Ziegelstücke oder Steine aufgestellt und durch rund umher in den Gartenboden eingesetzte großblättrige Pflanzen oder durch aufgeschichtete Bruchsteine verschiedener Größe verdeckt wird.

In die Mitte des Bodens wird das Steigröhrchen mit einem Hahn eingesetzt, das mit der Wasserleistung zu verbinden ist. Um das Überlaufen des Wassers zu verhüten, ist an seiner Außenseite ein Wasserabflussröhrchen zu einer kleinen Rinne im Erdboden in der Höhe des gewünschten Wasserstands (Abb. d) anzubringen.
 



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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. Unter Umständen ist hier von Chemikalien die Rede, bei denen sich herausgestellt hat, dass sie giftig sind. Daher muss du dich auf jeden Fall erst kundig machen, was es mit den einzelnen Chemikalien auf sich hat und welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, bevor du sie anwendest!
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